Moderne Linkkultur – Beitrag zur Blögger Blog-Parade zum Thema Linkkultur

Dieser Blog-Beitrag ist Teil der Blögger Blog-Parade zum Thema Linkkultur:

Wir leben in einer Zeit, in der Aufmerksamkeit als Währung dient und Links ein wertvolles Gut sind. In der Blogosphäre übernehmen sie die Rolle eines Verkehrsnetzwerkes, das Leser zu weiteren Informationen und Wissen hilft indem es Verbindungen zwischen den Beiträgen erzeugt. Dennoch hat die Kultur des Verlinkens unter Bloggern abgenommen.

Moderne Linkkultur

Die Verlinkung ist der Grund des Erfolgs im Internet. Ohne die Verlinkung gäbe es kein Google und mal ehrlich, auch kein Internet mehr. Google tut nichts anderes als auf einer Webseite zu beginnen, diese auszuwerten und zu indexieren, den Inhalt in die Datenbank zu schreiben und den Links zu folgen, damit diese auch ausgewertet und indexiert werden können. Irgendwann hat man das Internet dann durch, und macht einfach weiter, weil sich ja ständig was ändert. Der Erfolg vieler Blog war oftmals die starke Verlinkung untereinander und dementsprechend auch die hohe Relevanz bei den Google Suchergebnissen. Das ist scheinbar nicht mehr so.

Abnahme der Verlinkungen der Blogs untereinander

Blogs leider immer mehr unter fehlender Verlinkung. Der Grund hierfür ist vielfältig, ein paar Gründe möchte ich hier aufzeigen:

  • Viele Blogger haben den Social Media Trend zwar „erfunden“ aber deren Entwicklung verschlafenEinfach nur einen Blog zu haben reicht heutzutage nicht mehr. Ein Block ist zwar von vielen

    Social Media Strategien ein zentraler Bestandteil, doch die Verknüpfung in Soziale Netzwerke

    ist ein Muss. Es reicht also nicht mehr nur einen Blog zu haben, man benötigt im Business

    Bereich ein XING Profil. In allen Bereichen ist Facebook und Twitter unumgänglich.

    • Um auf den Block aufmerksam zu machen
    • Um Links für den Block zu generieren für das Google Ranking
    • Um interessante Blog-Posts anderer Blogs zu verbreiten
    • Um mehr vom Leben des Bloggers zu bleiben
    • Um authentischer zu wirken(ein Blogger ohne Facebook und Twitter wird teilweise nicht mehr ernstgenommen)
  • Viele Blogger stecken weniger Zeit in den Blocks, weil Sie auch auf anderen Social Media Plattformenaktiv zu sein, anstatt diese zu verknüpfen. Viele RSS Feed Abonnenten wandern zu den anderen

    Sozialen Netzwerken ab, auf denen der Blogger aktiv ist. Oftmals weil er dort authentischer wirkt

  • Viele Blogger hören mit den Blogs auf, der Nachwuchs steckt aber mehr Zeit in Facebook & Co.
  • Viele Blogger sind der Meinung es gibt nur eine Blogsoftware: WordPress – Alles andere wird ignoriert, umgekehrt auch.
  • Die Egos so mancher Blogger wächst mit den Lesern und damit auch der Wille zur (gratis) Verlinkung
  • Der Hauptgrund meines Erachtens ist aber: Viele Blogs haben auf rel=“nofollow“ umgestellt.Viele glauben dass diese Links nichts mehr wert sind, damit ist für viele Verlinkung von gestern,

    ohne jedoch zu verstehen, dass man sich damit ins eigene Fleisch schneidet, denn andere

    denken ja genauso und denken: „Wenn der nicht mehr verlinkt, warum sollte ich das dann tun?“

Die Blogger sollten im Web 2.0 ankommen

Die Blogger haben zwar die Social Media und Web 2.0 Welt begründet, sind aber teilweise nicht darin aufgegangen und vor allem mitgegangen. Viele machen das was sie immer gemacht haben. Es ist aber genau das, was die Blogger den Journalisten vorwerfen, tun es nun jedoch teilweise selbst. Sie versuchen sich zu vermarkten, ja manche verkaufen sich auch, und werden immer mehr zu un- oder schlecht bezahlten Journalisten und damit immer weniger authentisch. Es gibt viele die das eigentlich besser wissen sollten. Diese sprechen auf großen Events, sehen in XING keinen Nutzen und in Facebook keinen Sinn und haben selten einen Twitter Account.

Meine Verlinkungs-Philosophie

Ich habe keine nofollow-Links, habe jedoch auch wenige Leser und Kommentare bisher. Meiner Meinung nach gibt es jedoch zwei Möglichkeiten, ich moderiere die Kommentare, schau einfach zu was passiert oder lasse keine zu. Wer die Arbeit scheut zu moderieren kann gerne nofollow einsetzen, bewirkt damit jedoch auch, dass immer weniger Links auf den einen Blog zeigen. Eine Blogroll habe ich bislang nicht und werde ich möglicherweise in diesem Blog auch nicht haben. Darüber denke ich nach, wenn ich den Bedarf sehe, also hier mehr Leben ist.

Verlinkungs-Strategie

Wie kann man diesen Trend umkehren, zumindest für den eigenen Blog? Nun, eine Social Media Strategie ausarbeiten, mit dem Blog als Zentrum und alles andere ist nur dazu da, den Blog zu ergänzen, zu stärken und zu promoten (positiv). Ein Blog ohne Social Bookmarks ist kein Block, ein Link zu Twitter, Facebook, XING & Co. soweit passend und vorhanden ebenso Pflichtprogramm. Es gibt genügend Dinge die man tun kann, aber das Fundament ist ein Ziel, eine Aufgabe. Ein Blog der einfach so geführt wird hat keine Seele, ist unauthentisch und auch nicht erfolgreich. Manche sind das von Anfang an, und manche Blogs werden erst dazu. Bis man das bei erfolgreichen Blogs jedoch merkt, denn „Fans“ sind ja treu, zumindest eine zeitlang, ist das oft schon zu spät.

Weg mit rel=“nofollow“, her mit Social Bookmarks, Facebook Fanpages, Twitter Accounts, YouTube Kanäle und XING Profilen und Gruppen. Blogger, besinnt euch auf die Basis, die Grundessenz, die Grundeinstellung und geht mit gutem Beispiel voran und setzt Links, dann werden andere folgen.

Blogparade Linkkultur

Originalpost – 2010-01-28 – 12:28:37

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