Social Media Richtlinien – Für Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern Pflicht

Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern verbieten Ihren Mitarbeitern mehr und mehr den Zugang zu Social Media Plattformen. Einige haben schon gemerkt, dass das kontraproduktiv ist. Dennoch ist eine interne Regelung, eine sogenannte Social Media Guideline (dt. Social Media Richtlinie), Pflichtprogramm für Unternehmen. „Social Media ist verboten“ ist auch eine Social Media Richtlinie, wenngleich auch keine intelligente. Warum? Das werde ich Ihnen gerne erläutern.

Vielen ist im Social Media Umfeld nicht klar, wie viele mitlesen, dass Google alles indiziert und damit auch eigene Aussagen bei den Suchergebnissen auftauchen. Eine flapsige Bemerkung aus dem Affekt, die ja gar nicht so gemeint war, ist für immer im Netz auffindbar und kann einem Unternehmen schaden. Da viele Unternehmen kein Social Media Monitoring im Einsatz haben, bemerken diese das gar nicht oder erst wenn es zu spät ist und der Ruf bereits Schaden genommen hat. Hier kann nur eine Social Media Richtlinie und idealerweise eine Mitarbeiterschulung Abhilfe schaffen. Ja, das kostet Zeit und Geld, aber zahlt sich in den meisten Fällen mehr als aus. Da man diese Schulung in „Frontalvorträgen“ durchführen kann, ist diese auch wesentlich kostengünstiger als beispielsweise EDV-Kurse. Zudem kann diese an die Social Media Richtlinie angepasst werden und man schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe: Mitarbeiterschulung und effektive Einführung in die Richtlinie. Das ist sicher effektiver als eine verteilte E-Mail.

Mitarbeiter müssen wissen, was im Social Media Umfeld vom Unternehmen gewünscht ist und was nicht. Mitarbeiter kennen die Strategien und Ziele eines Unternehmens selten genau genug um zu verstehen, wie man sich im Social Media Umfeld verhalten soll. Dabei liegt gerade hier viel Potential für Unternehmen. Zufriedene Mitarbeiter sind auch gerne bereit, wenn sie in ihrer Freizeit in Social Media aktiv sind, Eine Firma und deren Produkte zu verteidigen und auch zu bewerben. Empfehlungsmarketing bei Mitarbeitern wurde schon länger unterschätzt. Im Social Media Umfeld sollte dieses Potential ausgeschöpft werden.

Ihre Mitarbeiter müssen wissen, an wen sie sich bei gefundenen Nachrichten im Netz wenden müssen und wie sie reagieren sollen bzw. dürfen. Gerade im Social Media Umfeld ist eine schnelle Reaktion wichtig, noch viel wichtiger als bei E-Mail und SMS. Sorgen Sie dafür dass dies bekannt ist und funktioniert. Vergessen Sie nicht Urlaubsvertretungen, am besten zweifach, zu definieren.

Wählen Sie in den Abteilungen Social Media affine Mitarbeiter aus, welche sich bereit erklären, bei Beiträgen im Social Media kompetent zu antworten und zu reagieren. Dieses ist nicht nur sehr effektiv, sondern zeigt Ihr Unternehmen als innovativ, modern und professionell. Die Werbewirkung sollte niemals unterschätzt werden. Natürlich müssen diese Mitarbeiter wissen welche Ziele Sie verfolgen, ob die Antwort genehmigungspflichtig ist usw.

Es gilt auch rechtliches zu beachten, was keinesfalls vergessen werden darf. Es gibt zu dem Thema ein sehr ausführliches PDF, dass ich zur näheren Information empfehlen kann, jedoch nicht in allen Punkten meine Meinung widerspiegelt. Dennoch ist es für den Einstieg ein sehr praktisches Dokument von Saim Rolf Alkan und Dr. Carsten Ulbricht: Social-Media-Guidelines im Unternehmen

Mein Rat: Lassen Sie sich von einem Experten beraten, das zahlt sich immer aus.

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