Social Media Gefahren – Mythen vs. Wahrheit


Man hört immer wieder von den Gefahren der Social Media: „Hilfe, die Leute könnten die Wahrheit sagen.“ Nun, wenn das eine Gefahr ist, dann muss ich fragen, warum man nicht kritikfähig ist und Angst vor den eigenen Kunden hat. Es gibt nicht nur positive Kritik, es kommt nur darauf an wie man damit umgeht. Wem die Meinung der Zielgruppe egal ist, der hat möglicherweise auch zu Recht Angst!

Verstehen Sie mich nicht falsch, natürlich gibt es Gefahren in Social Media, aber selten diejenigen die von den klassischen Medien geschürt werden oder aufgrund ganz anderer Ansatzpunkte.

Frage: Wenn Sie sich der Kritik nicht stellen, gibt es dann keine und verstummt?

Die größte Gefahr in den Social Media ist es nicht die Kritik an sich, sondern diese zu übersehen und nicht darauf zu reagieren. Diese kann sich dann verselbständigen und zu einer wirklichen Gefahr werden, die man mit nur einer simplen Antwort verhindern könnte. Negative Kritik kann mit einer guten Antwort sogar das Gegenteil bewirken. Es ist grob fahrlässig Vogel Strauß zu spielen anstatt sich der Kritik zu stellen.

Frage: Können Sie es sich leisten der Kritik nicht zu stellen?

Ohne ein zumindest minimalistisches Monitoring und der Möglichkeit der Kritik zu begegnen handeln größere Unternehmen sich mehr Gefahren ein als diese auszuschalten. Für ein kleines Unternehmen genügen hier oftmals die gratis Tools wie Google Alerts oder ein günstiger Anbieter wie Ruflotse. Größere Unternehmen benötigen hier Personen die sich zuständig „fühlen“ und eine zumindest rudimentäre, funktionierende Kommunikationsstruktur, denn Antworten müssen schnell gegeben werden können.

Frage: Wollen Sie Dialog mit der „Öffentlichkeit“?

Wenn nein halten Sie sich aus Social Media heraus, spielen Vogel Strauß und hoffen dass nichts passiert. Bei vielen wird auch nicht geschehen, für andere kann das jedoch teuer werden.

Wenn ja, ist nicht die Frage ob Sie Social Media einsetzen sollten sondern wie.

Frage: Glauben Sie Social Media ist nur ein Hype?

Wenn ja haben Sie Social Media vermutlich nicht verstanden. Social Media ist eine Kommunikationsweise die älter ist als Sie glauben. Kaffeeklatsch oder Tratsch ist ja auch kein Hype, jedoch in Social Media genauso vorhanden. Haben Sie sich früher über ein schlechtes Produkt nicht geärgert und das auch niemandem mitgeteilt? Konnten Sie sich früher für ein gutes Produkt nicht begeistern und haben es nie weiterempfohlen? Der Begriff mag neu sein, die Art der Kommunikation gibt es länger als es das öffentliche Internet gibt, es hat sich nur die Reichweite drastisch verändert. Das Mobiltelefon wurde auch am Anfang kritisiert und heute gibt es nur noch sehr wenige der Kritiker die keines besitzen. Was ist an Social Media anders als bei anderen Kommunikationsmedien? Richtig, die Reichweite, da es keine 1zu1 sondern eine one2all Kommunikation ist! Kommunikation fand schon immer statt, nur kann jetzt jeder daran teilhaben.

Frage: Kostet Social Media nicht viel Zeit?

Nicht unbedingt, wenn Sie nur eine passive Strategie nutzen kann es sogar Zeit sparen. Gerade Marktforschungen und Umfragen kosten viel Zeit und Geld, in Social Media jedoch oftmals deutlich weniger. Hören Sie hin, recherchieren Sie und reagieren Sie nur bei Bedarf.

Bei einer aktiven Nutzung sieht das wieder anders aus. Alles was erfolgreich sein will muß regelmäßig getan werden. Der nötige Aufwand hängt von der Art und Weise der Nutzung und Zielsetzung ab. Dies kann von wenigen Minuten täglich bis mehrere Vollzeitarbeitskräfte sein. Im Normalfall ist bei einem KMU selten mehr als eine Stunde pro Tag nötig und kann von mehreren Personen betreut, also auf mehrere Personen verteilt, werden. Bei größeren Unternehmen hängt es sehr stark von der Strategie und von den internen Prozessen ab. Kommunikation wie E-Mails beantworten, auf Fragen antworten usw. sind da natürlich nicht enthalten. Sie werden dies ja ohnehin bereits tun, zumindest hoffe ich das für Sie.

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Twitter nun in Deutsch verfügbar und Twitter Geotagging API


Twitter ist nun übersetzt und in Deutsch verfügbar

Wie bereits angekündigt ist Twitter nun komplett übersetzt. Bestehende Accounts müssen nur noch in den Einstellungen die Sprache wechseln. Wie Sie das machen können zeigt folgendes Video:

Twitter und Geotagging

Geotagging, oder zu Deutsch Ortsidentifizierung, ist auch bekannt unter den Begriffen Geo-Imaging, Geocoding und Foto-Verortung. Dies meint, dass Beiträge im Internet oder Dateien, wie z.B. Bilder und Videos, einen Ortsstempel bekommen. Dieser Orststempfel besteht den genauern GPS Koordinaten. Dadurch kann man z.B. sehen, wo die Videos oder Bilder aufgenommen wurden. Hierdurch kann man in naher Zukunft also gezielt nach Bildern und Videos zu einem bestimmten Ort oder in der näheren Umgebung suchen. Twitter unterstützt Geotagging seit neuestem. Wie Sie die Funktion in Twitter aktivieren können sehen Sie in obigem Video. Twitter selbst bietet keine Geotagging Funktionen sondern nur die Schnittstelle für andere Applikationen.

Applikationen die Geotagging in Twitter unterstützen:

  • Foursquare
  • Seesmic
  • Gowalla
  • Twidroid
  • und andere – weitere werden folgen

Originalpost – 2009-12-24 – 16:53:54

Studien zeigen: An Social Media führt kein Weg mehr vorbei!


Facebook vs. XING

Diesen Schlagabtausch werden einige belächeln, denn Facebook hat über 350 Millionen Nutzer während XING unter 9 Millionen Nutzer liegen. Anders liegt es jedoch, wenn man die aktiven Nutzer in Deutschland vergleicht: Facebook über 5 Millionen und XING 2,8 Millionen. Vergleicht man nun noch die Altersklassen, sieht man XING bei der älteren Gegenration derzeit als klarer Sieger. Das ist nun doch etwas überraschend, aber auch nur auf den ersten Blick. Denn noch führt im Business to Business Bereich an XING kein Weg vorbei. Auch bei der Jobsuche wird XING immer wichtiger, jedoch sollte man nie den Fehler machen Facebook zu vergessen. Eine Fanseite auf Facebook wird mehr und mehr zur Pflicht.

Hier finden Sie die genauen Zahlen zum Vergleich.

Deutschlands große Marken und Social Media

Eine empirische Studie der Universität Oldenburg hat einige interessante Ergebnisse gebracht. So verwenden 60 der 100 größten Marken bereits aktiv Social Media, 5 davon nutzen sogar Facebook, YouTube, Twitter und Corporate Blogs und damit ein sehr breites Spektrum an Social Media Plattformen. Dies sind die Vorreiter: Sparkasse, RWE, Süddeutsche Zeitung, Hornbach und Vodafone.

Twitter ist der beliebteste Dienst der deutschen Top 100 Marken. Danach folgen YouTube, Facebook und mit nur 12% die Corparate Blogs. Umso aktiver die Unternehmen sind, umso größer ist der Feedback der Social Media Nutzer. Gerade die Unternehmen die Twitter einsetzen sind sehr aktiv. Leider geht die passive Nutzung nicht aus der Studie hervor, denn diese ist sicher weit höher als 60%.

Die Studie ist sehr detailliert und auch nach Branchen bzw. Social Media Diensten sortiert und jeweils getrennt betrachtet. Damit eignet sich die Studie ideal um die Daten auf Ihre Branche angepasst zu betrachten

Beitrag der Internet World Business: Twitter beliebteste Social-Media-Plattform für Unternehmen

Adobe Acrobat PDF-Dokument: Social Media Studie der Universität Oldenburg

Corporate Blogs vor dem Ende?

Die Studie verdreht etwas die Sicht auf Corporate Blogs, denn der Nutzen der Blogs für große Marken sind viel kleiner als für kleine Marken. Warum? Ganz einfach, große Marken sind bekannt und brauchen nicht gefunden werden. Kleinere und mittelständische Unternehmen und deren Marken haben jedoch ein wesentlich geringeren Bekanntheitsgrad. Ein Blog hilft nicht nur bei Suchmaschinen durch die bessere Auffindbarkeit, sondern wertet insbesondere Twitter und Facebook auf indem die Blog-Beiträge dort verlinkt werden und man damit eine größere Reichweite besitzt. Ein positiver „Nebeneffekt“ ist es, dass man die Interessenten auf die eigenen Webseiten bekommt und damit dort hat, wo man Sie haben möchte.

Originalpost – 2009-12-11 – 09:13:29

Twitter wird erwachsen, bald auch unverzichtbar?!


Twitter ist momentan in aller Munde. Während viele Twitter nur belächelt haben und man sich fragte, ob Twitter die ganze Entwicklung auf externe Unternehmen outsourcen möchte, dürfte inzwischen zumindest aufhorchen. Viele glaubten Twitter wird niemals Geld verdienen und somit bald wieder verschwinden dürfte spätestens nach dem Deal mit Microsoft (Bing) und Google aufgehorcht haben.

Nachdem Facebook, mySpace und auch LinkedIn immer stärker auf Twitter bauen, hat eine Einzelperson XING mit seinem Versuch keinen Gefallen getan, da es hier zu massiven Problemen kam. Nachdem bereits O2 und Vodafone in den UK Tweets per SMS angeboten hat, zog nun Orange nach. Zur Überraschung aller, bieten Sie einen eigenen Dienst für Twitter an, der es erlaubt Bilder per MMS an Twitter zu senden.

Erweiterungen zu Twitter kommen zur Zeit ebenfalls am laufenden Band. Nicht nur, dass die Übersetzung in deutscher Sprache angekündigt wurde, es wurden auch Listen und die Retweet Funktion eingeführt. Diese gehen weit über den Funktionalitäten von Gruppen hinaus und werden immer häufiger genutzt. Durch die Möglichkeit Listen zu folgen und dies per RSS-Feed zu abonnieren hat sich vieles verändert. Nicht mehr die Anzahl der Follower ist wichtig, sondern die Anzahl der Listen und deren Follower gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. So sind meine Accounts bereits auf 26 Listen die bereits über 300 Follower haben. Dadurch wird auch das ganze übersichtlicher. Nun wird auch die Retweet Funktion eingeführt, welche manuell schon lange genutzt wurde bzw. von vielen Clients supportet wird. So wird also Twitter selbst immer besser und übersichtlicher. Ein Hootsuite 2.0 kann es jedoch noch nicht ersetzen.

Twitter bald unverzichtbar?

Was ebenfalls immer mehr auffällt, ist die Verwendung von Twitter in den öffentlichen Medien. Das geschieht inzwischen so beiläufig, als wäre das immer so gewesen. Die Skeptiker werden ebenfalls immer leiser, zumal die Erfolge über Twitter auch im deutschsprachigen Raum immer mehr zunehmen. Nicht die großen Unternehmen sind es, die sich hier hervortun. Vor allen die „kleinen“ Erfolge zeigen das Potential von Twitter.

Mein letzter Blog-Beitrag hat wohl zu einigen Mißverständnissen geführt. So kam es gleich zu einer Gegenaktion: 77 Gründe warum Unternehmen Twitter nutzen sollten. Naja, bislang sind es nur 50, aber es werden sicher noch mehr. Punkt 50 ist auch besonders beeindruckend: Twitter rettet Leben.

Welche Rolle spielt Twitter in Österreich?

Diese Frage ist schnell beantwortet: Twitter ist bei Alexa bei den Besucherzahlen auf Rang 17 in Österreich und Rang 14 in Deutschland. Vergleichsbeispiele:

Österreich: 2. Facebook – 4. YouTube – 5. ORF – 12. Ebay – 14. Der Standard – 17. Twitter – 21. Geizhals – 28. Herold

Deutschland: 3. YouTube – 4. Ebay – 5. Facebook – 6. Wikipedia – 9. Spiegel – 13. Bild – 14. Twitter – 16. T-Online – 38. Süddeutsche – 42. Welt

Fazit

Die Kritiker können sich vor vielem verschließen, jedoch nicht von solchen Zahlen. Social Media ist im Vormarsch und findet statt, ob mit oder ohne Unternehmen. Dabei haben viele Unternehmen den Sinn von Social Media und vor allem von Twitter nicht verstanden. Das ist kein neuer Werbekanal, sondern an allererster Stelle eine Veränderungen der Kommunikation und des Käuferverhaltens. Bereits jetzt zählt die Meinung eines Online-Bekannten mehr als Werbung und Marken. Eine Social Media Strategie ist keine reine marketing Kampagne sondern in erster Linie eine Kommunikations Strategie für Kunden und Interessenten. Den „Kaffeeklatsch“ gab es früher auch schon, nur die Anzahl der Teilnehmer hat sich verändert.

Gerade Unternehmen die keinen Wert auf eine für Suchmaschinen optimierte Website legen haben mehr und mehr das „Problem“, dass schlechte Kritiken auf sozialen Plattformen besser gefunden werden als die Webseiten des Unternehmens selbst. Wer also die Stimmen und auch die Trends ignoriert wird mehr und mehr mit schwindenden Umsatzzahlen zu kämpfen haben. Ob Job-Abbau und Kurzarbeit die richtige Lösung ist darf jeder selbst für sich entscheiden.

Originalpost – 2009-11-23 – 09:52:01

66 Gründe warum man Twitter nicht braucht


Dies alles sind Aussagen die ich so oder so ähnlich bereits gehört, gelesen oder gesagt bekam. Ein paar habe ich in eine jugendfreie Version abgewandelt. Macht euch selbst ein Bild und bildet euch eine eigene Meinung, die Ihr natürlich auch gerne als Kommentar hinterlassen könnt.

1- In meiner Branche spielt Twitter keine Rolle
2- Ich habe keinen Kontakt zu meinen Kunden
3- Die Meinung meiner Kunden sind mir egal
4- Ich spreche nicht mit meinen Kunden
5- Es interessiert mich nicht was andere über mich schreiben
6- Ich recherchiere keine aktuellen Daten
7- Keine Richtung erkennbar, Twitter ist zu verwirrend
8- Eine Kundenbindung ist unerwünscht
9- Ich benötige keine Empfehlungen
10- Twitter bringt doch sowieso nichts
11- Ich habe so schon viel zu viel Arbeit
12- Tweets haben keine ausreichende Relevanz
13- Mein Unternehmen soll nicht wachsen
14- Ich gehe eh bald in Rente
15- Weil ich eh keine Zeit habe
16- Ich kann nicht schreiben
17- Ich kann nicht lesen
18- Meine Kommunikation mit Kunden per E-Mail ist bereist hervorragend
19- Ich kann kein Englisch
20- Mein Nachbar/Freund/Kollege sagt Twitter ist sch…
21- Ich habe keinen Computer
22- Für mein 5 Jahre altes Handy gibt es keinen Twitter Client
23- Ich habe nichts zu sagen
24- Kein Unternehmen das ich kenne nutzt Twitter
25- Ich kenne überhaupt keinen der twittert
26- Das ist doch eh wieder nur son Hype
27- In meiner Branche twittert keiner
28- Ich nutze bereits Bleeper, Yammer, Statusnet, Facebook und …
29- Was ist Twitter? Kenne ich nicht? Brauch ich nicht?
30- Twitter? Verstehe ich nicht, ist sch…
31- Ich mache überhaupt keine Werbung
32- Twitter ist in den USA, ich bin in Buxtehude, hier ist alles anders
33- In Twitter gibt es doch eh nur Spammer
34- Niemand will hören was ich zu sagen habe
35- Ich war Twittersüchtig und bin auf Entzug
36- Weil ich bei Twitter bei Werbung nicht wegzappen kann
37- Ich finde freie Meinungsäusserung doof
38- Das was dort geschrieben wird liest doch eh keiner
39- In europa spielt Twitter keine Rolle
40- Mir ist der Blog schon zuviel Arbeit, da habe ich keine Zeit für anderes
41- Bilder sind ein elementarer Bestandteil meiner News und Twitpic zu kompliziert
42- Ich werbe lieber in der Zeitung
43- Meine Zielgruppe nutzt kein Twitter
44- Twitter ist Reality TV ohne Bilder
45- Meine Kunden sind nicht im Internet
46- Ich hab ja nichtmal ne Homepage, wofür dann Twitter
47- Die Limits auf Twitter stören mich
48- Twitter hat doch andauernd Server Probleme
49- Die Server von Twitter sind mir zu instabil
50- Ich muss nicht auf jeder Hochzeit tanzen
51- Twitter sorgt für den gläsernen Menschen
52- Die Suchergebnisse sind nicht immer korrekt
53- Ich möchte keinen öffentlichen Dialog
54- Twitter ist nicht zu kontrollieren
55- Man ist nicht unter sich und jeder mischt sich ungefragt ein
56- Ich mag nicht, dass andere per Retweet sich mit meinen Federn schmücken
57- 140 Zeichen sind einfach zu wenig für mich
58- Twitter macht Verlust und wird bald Geschichte sein
59- Da sind doch sowieso alles Fakes
60- Ich mag keine URL Shortener, ich liebe 200 Zeichen Links
61- Weil RSS-Feeds das bessere „Konzentrat“ von Blogs sind
62- Es gibt keinen Client von Microsoft, also kanns nicht wichtig sein
63- Ich möchte in Google nicht gefunden werden, denn Google ist böse
64- Mir ist Twitter einfach zu hoch, ich bin dafür zu „blond“
65- Es gibt genügend Alternativen zu Twitter
66- Weil ich mir den Erfolg nicht gönne

Originalpost – 2009-11-17 – 09:51:16